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In der Nacht vom 3. auf den 4. März wird nach längerer Zeit wieder eine Mondfinsternis von ganz Deutschland aus zu beobachten sein. Der Eintritt in den Halbschatten um 21:16 Uhr ist mit bloßem Auge nicht zu sehen. Erst um 22:30 Uhr beginnt der interessante Teil. Dann bewegt sich der Mond in den Kernschatten der Erde und die Finsternis ist damit für jedermann beobachtbar. Zwischen 23:44 Uhr und 0:58 Uhr wird der Mond total verfinstert sein. Ab 2:12 Uhr am 4. März ist der Mond dann wieder komplett zu sehen. Er befindet sich noch bis 3:25 Uhr im Halbschatten, was ohne technische Hilfsmittel nicht zu verfolgen ist.
Wie entsteht eine Mondfinsternis?
Der Mond umkreist die Erde in etwa einem Monat. Innerhalb dieser Zeit haben wir einmal Neumond und einmal Vollmond. Zur Zeit des Neumondes befindet sich der Mond zwischen Erde und Sonne. Wenn Vollmond ist, befindet sich dagegen die Erde zwischen Mond und Sonne. Sie stehen sozusagen in einer Linie. Normalerweise würde der Schatten der Erde den Mond nun verfinstern. Aber dies geschieht nicht bei jedem Umlauf. Dies hat seine Ursache in der Neigung der Mondbahn gegenüber der Ebene, in der die Erde um die Sonne kreist. Diese Ebene wird Ekliptik genannt. Die Mondbahn ist um etwa 5 Grad dagegen geneigt. Der Mond hat aber nur einen scheinbaren Durchmesser von etwa einem halben Grad. Dies führt dazu, dass er zur Vollmondzeit normalerweise über oder unter dem Schatten vorbeiläuft. Das gleiche geschieht bei Neumond. Hier bewegt sich die Erde scheinbar über oder unter dem Mondschatten hindurch. Dies ist der Grund, weshalb es nicht bei jedem Neumond eine Sonnenfinsternis geben kann. Befindet sich der Mond zur Vollmondzeit auf seiner Bahn in einem der beiden Schnittpunkte der Mondbahn mit der Ekliptik, dann kommt es zu einer totalen Verfinsterung. Steht der Mond in der Nähe dieser Punkte, dann wird er nur teilweise verfinstert.
Warum kann man den Mond dennoch sehen?
Während der Verfinsterung wird der Mond aber weiterhin zu sehen sein. Er wird dem Beobachter dann entweder in Grau- und Brauntönen oder aber in rötlich-braunen Farben erscheinen. Dies hängt von der aktuellen Verschmutzung der Erdatmosphäre ab (z. B. verursacht durch Vulkanausbrüche). Die Farbigkeit hat ihre Ursache in der Brechung des Sonnenlichts in der irdischen Atmosphäre. Dabei wird ein Teil des Lichtes in den Kernschattenbereich hinein abgelenkt. Die Lichtbrechung ist umso stärker, je kurzwelliger das Licht ist. Auf dem langen Weg des Sonnenlichtes durch die Erdatmosphäre wird das blaue Licht stärker gestreut als das rote und somit erscheint der verfinsterte Mond eher in rötlichen Farbtönen.
Zum Beobachten der Mondfinsternis genügt das bloße Auge. Da der Mond auch während der totalen Verfinsterung noch hell genug ist, kann das Ereignis auch aus der Stadt heraus verfolgt werden, wobei ein Standort direkt unter einer Straßenlaterne nicht sehr sinnvoll ist. Für diejenigen, die ein Teleskop ihr Eigen nennen, ist es ein schöner Anblick, zu verfolgen, wie der Erdschatten einen Krater nach dem anderen in Finsternis hüllt.