Sternenhimmel über Göttingen

current night sky over Göttingen
Aktueller Himmel von AstroViewer®

Aktuelle Himmelsereignisse

Vollmond

Mond bei Jupiter (27.3.)

Mond bei den Plejaden (30.3.)

Mond bei Venus (2.4.)

Der Sternenhimmel im ersten Quartal 2019

Das neue Jahr beginnt mit einer totalen Mondfinsternis - allerdings nur für Frühaufsteher. Am Montag, den 21. Januar, tritt der Vollmond um 4:34 Uhr in den Kernschatten der Erde ein. Etwas mehr als eine Stunde später, um 5:41 Uhr, beginnt die Totalität. Der rötlich leuchtende Mond wandert nun durch den Schatten der Erde, den diese in den Weltraum wirft. Diese Wanderung dauert bis 6:44 Uhr. Dann beginnt der Austritt aus dem Kernschatten, der um 7:51 Uhr abgeschlossen ist. Da der Mond in Göttingen schon um 8:26 Uhr untergeht, sollte für die Beobachtung ein Standort mit freier Sicht zum Westhorizont gewählt werden.

Merkur und Mars am Abendhimmel

In der zweiten Februarhälfte kann Merkur am Abendhimmel beobachtet werden. Ab dem 17. ist der sonnennächste Planet kurz nach 18 Uhr tief über dem Westhorizont für etwa eine halbe Stunde zu beobachten. Bis zum Monatsende besteht dann täglich die Möglichkeit Merkur aufzusuchen. Allerdings verschiebt sich das tägliche Beobachtungsfenster zeitlich etwas nach hinten. Am Monatsletzten genügt es, wenn man ab etwa 18:30 Uhr mit der Beobachtung beginnt. Zum Aufsuchen von Merkur sollte ein Fernglas verwendet werden. In der restlichen Zeit des Quartals ist der Planet nicht zu beobachten.

Als letzter Planet der Planetenparade vom Sommer letzten Jahres ist Mars noch am Abendhimmel zu beobachten. Allerdings ist auch er nicht mehr der hell strahlende Wandelstern, der beim Blick zum Himmel sofort ins Auge fällt. Mars ist nun ein Planet der ersten Nachthälfte, dass heißt, er geht vor Mitternacht unter. Am 1.1.2019 sinkt der rote Planet um 23:41 Uhr unter den Horizont, am 31.3. um 0:30 Uhr Sommerzeit. Im Laufe des Quartals nimmt die Helligkeit von Mars allerdings immer mehr ab, so dass er immer unauffälliger wird. Ende März / Anfang April wandert der Planet durch das „Goldene Tor der Ekliptik“, welches durch die beiden Sternhaufen Plejaden und Hyaden gebildet wird.

Planeten am Morgenhimmel

Venus ist der Star am Morgenhimmel, zumindest zu Jahresbeginn. Schon kurze Zeit nach ihrem Aufgang, der am 1.1. um 4:19 Uhr stattfindet, ist sie hell leuchtend über dem Südost-Horizont zu sehen. Sie ist das mit Abstand hellste Himmelsobjekt am Morgenhimmel, sofern ihr nicht gerade der Mond einen Besuch abstattet. Dies tut er zum Beispiel am 31.1. An diesem Tag steht auch Jupiter nicht weit entfernt, so dass dies ein besonders spektakulärer Anblick sein wird: die schmale Mondsichel des abnehmenden Mondes zwischen den beiden hell leuchtenden Planeten.

Im weiteren Verlauf des Quartals nimmt die Helligkeit von Venus ab. Außerdem geht sie immer später auf. Die gleichzeitig immer früher einsetzende Dämmerung verkleinert ihr Zeitfenster für Beobachtungen zusehends. Die aktuelle Sichtbarkeitsperiode von Venus am Morgenhimmel nähert sich ihrem Ende. Doch zuvor kann sie am 3. März zusammen mit den Planeten Jupiter und Saturn sowie der schmalen Mondsichel gemeinsam gegen 6 Uhr am Morgenhimmel tief im Südosten beobachtet werden.

Jupiter baut seine Morgensichtbarkeit im Laufe des ersten Quartals aus. Er wird zum Planeten der zweiten Nachthälfte, da sich seine Aufgangszeiten von 6:08 Uhr an Neujahr auf 2:18 Uhr Sommerzeit am 31. März verschieben. Gleichzeitig wird er immer heller. Am 22. Januar erhält der Riesenplanet „Besuch“ von Venus. In einem Abstand von nur etwa fünf Vollmonddurchmessern wandert Venus scheinbar ganz nahe an Jupiter vorbei.

Ab Mitte Februar macht Saturn aus dem bis dahin am Morgenhimmel sichtbaren Planeten-Duo aus Venus und Jupiter ein Trio. Da er deutlich lichtschwächer als das Duo ist, kann Venus beim Auffinden des Ringplaneten helfen. Beide stehen am Himmel nicht weit voneinander entfernt. Im weiteren Verlauf des Quartals werden die Sichtbedingungen für Saturn immer besser. Er geht immer früher auf. Am 15. Februar quert er die Horizontlinie um 5:42 Uhr, am letzten Märztag schon um 4:01 Uhr Sommerzeit.

Der Sternenhimmel

Im ersten Quartal eines jeden Jahres sind die Wintersternbilder hoch im Süden besonders gut zu sehen. Sechs helle Sterne aus sechs verschiedenen Sternbildern bilden zusammen das so genannte „Wintersechseck“. Dazu gehört der hellste Stern am gesamten Sternenhimmel, Sirius, im Sternbild Großer Hund. Es folgen entgegen dem Uhrzeigersinn Rigel im Orion, Aldebaran im Stier, Kapella im Fuhrmann, Kastor (oder Pollux) in den Zwillingen und Prokyon im Kleinen Hund.

Besonders eindrucksvoll ist am Winterhimmel das Sternbild Orion. Gebildet wird es durch ein großes, verzerrtes Sternenviereck, in dessen Mitte drei etwa gleich helle Sterne eine Kette bilden. Da auch die vier Ecken aus hell leuchtenden Sternen bestehen, fällt das Sternbild auch dem Laien schnell auf.

Doch auch außerhalb des Wintersechsecks gibt es Interessantes zu sehen. So steht tief über dem Nordwest-Horizont, fast senkrecht nach oben weisend, die Sternenkette der Andromeda. Direkt darüber erstreckt sich das Sternbild Perseus und etwas rechts (Richtung Norden) davon die Kassiopeia. Ihre hellsten Sterne bilden zusammen den Buchstaben „W“.

Im Südosten sind zusammen mit dem Löwen schon sie ersten Frühlingssternbilder aufgegangen. Über diesem Raubtier steht mit dem Großen Bären / der Großen Bärin ein weiteres raubtierhaftes Sternbild. Ein Teil davon bildet den großen Wagen. Abends gegen 22 Uhr befindet sich das Sternbild Bootes mit dem hellen Stern Arktur noch tief über dem Nordost-Horizont.

Anfang Januar, in den frühen Morgenstunden, steht das Sternbild aber schon deutlich höher über dem Südost-Horizont. Dies ist auch die beste Zeit, um in den Morgenstunden des 4. Januar vor Dämmerungsbeginn viele Sternschnuppen beobachten zu können. Zu dieser Zeit ist der Sternschnuppenstrom der Quadrantiden, auch Bootiden genannt, aktiv ist. Da in diesem Jahr kein Mondlicht stört, können außerhalb von lichtdurchfluteten Städten 50 bis 100 Sternschnuppen pro Stunde beobachtet werden. Sich sehr warm anzuziehen ist aber Pflicht!

Vollmond ist am 21.01., am 19.02. und am 21.03. Die zum Beobachten besser geeigneten Neumondnächte finden am 06.01., am 04.02. und am 06.03. statt.

Viel Spaß beim Beobachten wünscht Ihnen der FPG!